Landesverband Niederösterreich, Verband österreichischer Widerstandskämpfer und Opfer des Faschismus (KZ-Verband)

Kirchengasse 35
A-2273 Hohenau an der March
Tel.: ++43/650/9477943
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Willkommen auf der Homepage des KZ-Landesverbands Niederösterreich!

Gegründet nach der Befreiung Österreichs 1945 als überparteilicher Zusammenschluss der WiderstandskämpferInnen und Opfer des Faschismus, vereint der “KZ-Verband / Verband der AntifaschistInnen” über seine Landesverbände heute die letzten noch lebenden WiderstandskämpferInnen, Opfer und deren Hinterbliebene sowie die jüngeren Generationen von AntifaschistInnen.


Der KZ-Verband/VdA ist aktiv in der Interessensvertretung der Opfer des Faschismus von 1933 bis 1945 laut Opferfürsorgegesetz (OFG), in der Gedenk- und Erinnerungsarbeit und im Kampf gegen Neofaschismus und Rechtsextremismus.

Stand Anfang August 2017: STURHEIT wirkt, die Tafeln hängen IMMER noch, und wir gehen davon aus, dass es auch so bleibt!!

HADERSDORF - offener Brief an die Verantwortlichen, ein Interview mit Rudi Burda und Albert Dlabaja, Gesungen wurde das Hadersdorflied, im Rahmen einer SEndung von Radio Orange:

Link zur Sendung: cba.fro.at/342117

 

 

BADEN - Mahnmal für die Opfer der NS-Zeit / So., 23. April 2017

Im Beisein von Bundespräsident Alexander van der Bellen wurde in Baden / Josefsplatz ein Mahnmal für die Opfer der NS-Zeit präsentiert:

Link & Fotos ORF-Bericht: noe.orf.at/news/stories/2838779/

 

Am 5. Juli 2016 starb, im 95. Lebensjahr, die Widerstandskämpferin
Helene Neuhaus,

die viele Jahre als ehrenamtliche Mitarbeiterin des DÖW tätig war und die ins Dokumentationsarchiv kommenden Schulklassen mit ihren Erzählungen aus dem Widerstand faszinierte. Auch danach blieb sie eine gefragte Zeitzeugin und hat sich, gemeinsam mit Paul Vodicka, für die Errichtung eines Denkmals zur Erinnerung an die kampflose Befreiung Ottakrings im April 1945 engagiert.

Helene Neuhaus(Helli Neuhaus bei der Eröffnung des Denkmals "Sandleitendatenbank" in Wien-Ottakring am 21. Oktober 2015, Foto: Winfried R. Garscha)

Helli wurde am 22. Februar 1922 als siebentes und letztes Kind des Ottakringer Ehepaares Hubert und Stefanie Arent geboren; fünf ihrer Geschwister waren zum Zeitpunkt ihrer Geburt schon gestorben – Geld für einen Arzt gab es nicht. Der sozialdemokratische Vater und die tiefkatholische Mutter hatten vor allem eines gemeinsam: Die Abscheu vor Krieg und Gewalt. Die Berichte des Vaters über die Gräuel des Ersten Weltkriegs prägten Helli von Kindheit an und machten sie zur überzeugten Kriegsgegnerin. Helli lernte früh, ihren Willen durchzusetzen – und erreichte beispielsweise, dass ihre Mutter zustimmte, dass sie von der Klosterschule in eine normale Volksschule des Roten Wien wechseln und am Nachmittag den "Hort" besuchen durfte, wo die Kinder Völkerball spielen konnten. Außerdem gab es Kinonachmittage und wurden fortschrittliche Bücher vorgelesen, beispielsweise den Roman Kleiner Mann – was nun? von Hans Fallada.

Helli begann eine Lehre als Modistin. Zunächst bei den Roten Falken aktiv, schloss sie sich bereits 1936, als 14-Jährige, dem Kommunistischen Jugendverband in Ottakring an. Damals wurde sie auch zum ersten Mal von der Polizei verhaftet. Im Widerstand lernte sie ihren ersten Ehemann, Hans Kurzbauer, kennen. Mit 20 brachte sie ihr erstes Kind, Hans, zur Welt. Ab 1943 war sie – gemeinsam mit Franz und Friederika Burda – in der von Karl Hudomalj geleiteten überparteilichen Anti-Hitler-Bewegung Österreichs aktiv. Ab Mitte 1944 beteiligte sie sich in Ottakring am Wiederaufbau des in den Jahren zuvor von der Gestapo zerschlagenen Kommunistischen Jugendverbands Österreichs. Unter der Bezeichnung "KJV 1944" hatten der Sanitätsunteroffizier Heini Klein und einige weitere unentdeckt gebliebene Mitglieder des illegalen KJV begonnen, sich auf die zu erwartenden Kämpfe in der Endphase des NS-Regimes vorzubereiten, und schließlich eine Organisation mit rund 80 Mitgliedern geschaffen.

Als der Gruppe durch ihre Kontakte zur Widerstandsorganisation im Wehrkreiskommando XVII klar wurde, dass die Rote Armee Wien vom Westen her angreifen würde, begann sie mit jener Aktion, die NS-Propagandaminister Goebbels zu einer wütenden Eintragung in seinem Tagebuch veranlasste und die Wehrmachtsführung zur Einschätzung gelangen ließ, Teile der Wiener Bevölkerung hätten "die Haltung verloren". Heini Klein hatte – als angeblicher Wehrmachtskurier – einen gefälschten Befehl von Gauleiter Baldur von Schirach zur Kampfleitstelle auf der Sophienalpe gebracht. Darin wurde angeordnet, die Hauptkampflinie vom Wienerwald zum Gürtel zu verlegen. In der Zwischenzeit hatten einige Jugendliche, unter ihnen Helli, eine Spinnstoffsammlung der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt gegenüber dem Sandleitenkino aufgebrochen und daraus jene Zivilkleider entnommen, die sie den Soldaten und Mitgliedern des Volkssturms im Tausch gegen ihre Gewehre anboten. Helli berichtete, sie hätten den Männern gesagt: "Bei uns wird nicht gekämpft. Der Krieg ist aus, versteckt's euch in den Kellern."

Helli wirkte am Aufbau der Freien Österreichischen Jugend mit, wo sie den aus dem schwedischen Exil nach Österreich zurückgekehrten Walter Neuhaus kennenlernte, nachdem sie sich zuvor trotz der unsicheren Zukunft als Mutter eines dreijährigen Kindes von ihrem ersten Mann getrennt hatte. 1947 heirateten die beiden, 1948 wurde die Tochter Eva geboren. Helli machte eine Ausbildung zur Buchhalterin und Lohnverrechnerin, arbeitete zunächst für den Weltgewerkschaftsbund, dann in verschiedenen Firmen und schließlich, bis zu ihrer Pensionierung, bei der Garant Versicherung. Jahrzehntelang war sie auch gewerkschaftlich tätig und wurde in den Betriebsrat der Firmen, in denen sie arbeitete, gewählt. 1968 trat sie aus der Kommunistischen Partei aus, blieb aber Mitglied des KZ-Verbands; gleichzeitig wurde sie im Bund der Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen aktiv.

Auf der "Sandleiten-Datenbank" auf dem Matteottiplatz in Ottakring, neben der von Helene Neuhaus mitinitiierten Gedenktafel für Heini Klein, kann man mittels Kopfhörer Hellis Schilderung der Ereignisse des 7. April 1945 anhören, die 2015 von "Wohnpartner Wien" für "Soho in Ottakring" aufgenommen wurde.

Würdigung für die Widerstandskämpferin Käthe Sasso

noe.orf.at/news/stories/2767566/

Am 22. Februar 1943 wurden Sophie und Hans Scholl aufgrund ihrer Tätigkeit in der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" in München hingerichtet. Ihnen zu gedenken, heißt in der Gegenwart zu kämpfen!

RECHTSrutsch in Österreich: Warum es an der Zeit ist zu handeln

LINK: mosaik-blog.at/rechtsrutsch-in-oesterreich-warum-es-an-der-zeit-ist-zu-handeln/

Und dann, wenn ALLE Überlebenden tot sind...

Ein sehr wahrer, aber traurig stimmender Artikel des Journalisten Thomas TRENKLER zum stets aktuellen Thema "Gedenkstätte Aspang-Bahnhof":

kurier.at/meinung/kolumnen/trenklers-tratsch/und-dann-wenn-alle-ueberlebenden-tot-sind/175.765.953

   

    Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen in Paris, Istanbul & Jakarta. Die feigen             Attentate der letzten Zeit sind ein Angriff auf uns Alle. In dieser Situation fällt es jetzt natürlich leicht „den Islam“, die         Muslime“ zu verurteilen.

    Es fällt leicht die Grenzen zu schließen und Menschen auf der Flucht sich selbst zu überlassen. Es fällt auch leicht             dabei zu vergessen, dass viele Flüchtende genau vor diesen radikalen Islamisten fliehen, da sie auch in ihrer Heimat         von ihnen bedroht werden. In der aktuellen Situation fällt es leicht ein Feindbild, das in den letzten Jahren schon             aufgebaut wurde, noch zu verstärken.

Die Antwort auf diese Attentate ist aber nicht Abschottung und Ausgrenzung. Hier und jetzt ist Solidarität gefragt. Unabhängig vom Ort der Geburt oder einer Religion zu der man sich bekennt oder nicht, muss man jetzt gemeinsam solidarisch für eine aktive Friedenspolitik eintreten und gegen Rassismus und Intoleranz.

Wir müssen gemeinsam gegen den Terror stehen, gemeinsam gegen den Terror heißt aber auch den Schutzsuchenden Hilfe zu bieten und keine Ausgrenzung zu betreiben.

Solidarisch für den Frieden, nie wieder Krieg!

Frühjahr 2016

Gedenken an Jean "Schani" MARGULIES (1939 - 2015)

 

    Nachruf im Standard:

    derstandard.at/2000022979063/Gruenes-Wiener-Polit-Urgestein-Schani-Margulies-verstorben

    Nachruf der Freunde:

    www.youtube.com/watch?v=1garYoQsCVg

 

Die überall anerkannte Widerstandskämpferin Irma Schwager ist am 22. Juni im 95. Lebensjahr verstorben.

Eine erste politische Bewusstseinsbildung erfolgte in der Ära des Austrofaschismus, in der Irma Wieselberg als Schülerin die Restriktionen des autoritären Ständestaates zu spüren bekam. Als 18-Jährige musste sie nach dem „Anschluss“ wegen ihrer jüdischen Herkunft nach Belgien emigrieren, wo sie Verbindung zur KPÖ erhielt. Nach der Okkupation Belgiens durch die deutsche Wehrmacht floh sie nach Frankreich, wo sie im Lager Gurs interniert wurde. Hier trat sie 1940 der Parteigruppe der KPÖ bei. Nach ihrer Flucht aus dem Lager schloss sie sich der Résistance an. In Frankreich gab sie sich im Rahmen der TA (Travail allemand) als Elsässerin Susanne Berger aus und war in der „Mädelarbeit“ aktiv. Aufgabe dieser Frauen war es, deutsche Soldaten durch Gespräche und Agitationsmaterial von der Sinnlosigkeit und Ausweglosigkeit des Krieges zu überzeugen. „War es gelungen, ein gewisses Vertrauen aufzubauen – und zwar ohne Vertraulichkeiten –, konnte man mit vorsichtiger Nazi-Kritik anfangen. Später dann konnte man Flugblätter der Résistance zeigen. Sie auszuhändigen war extrem risikoreich“, sagte Schwager. Je acht Frauen bildeten eine Gruppe. Vier Mitglieder aus Schwagers Gruppe wurden verhaftet und ins Konzentrationslager gebracht, ein Mitglied wurde hingerichtet.

Im Jahr 1945 kehrte sie mit ihrem Mann Zalel Schwager (1908–1984), einem Spanienkämpfer, und ihrer im Krieg geborenen Tochter nach Wien zurück. Erst hier erfuhr sie, dass ihre Eltern und zwei ihrer drei Brüder aus Wien deportiert im Holocaust ermordet worden waren. Seit 1952 arbeitete sie in der zentralen Leitung des Bundes Demokratischer Frauen, dessen Vorsitzende sie 1972 wurde. In dieser Funktion war sie maßgeblich beteiligt am Kampf gegen Atomrüstung und Kalten Krieg, für die Reform des österreichischen Scheidungsrechts und gegen die Illegalisierung der Abtreibung. Ab 1954 war sie Mitglied des Zentralkomitees der KPÖ, von 1980 bis 1990 gehörte sie auch dem Politischen Büro der Partei an.

Irma Schwager war 1992–96 Präsidentin und ab 1996 Ehrenpräsidentin auf Lebenszeit der Gesellschaft Österreich-Vietnam. Während der US-Bombardements 1971 hatte sie Hanoi besucht und in Österreich eine Reihe von Solidaritätsaktionen für die Opfer des chemischen Krieges, in erster Linie missgebildete und behinderte Kinder, initiiert. Im Juli 2008 wurde sie von Staatspräsident während dessen Staatsbesuches in Österreich offiziell geehrt.

Am 35. Parteitag der KPÖ im Februar 2011 wurde Irma Schwager zur Ehrenvorsitzenden der Kommunistischen Partei Österreichs ernannt.

 

Aufgrund des groSSen Interesses:

Das "Hadersdorf-Lied", (Originaltext: Titel: Joe Hill, Text: Alfred Hayes, Musik: Earl Robinson) und NEU getextet von Rudi BURDA, interpretiert von Albert DLABAJA, als mp3-File für alle Interessenten!

Hadersdorf-Lied.mp3 (6828115)

 

Kontakt Formular

DAS ABZEICHEN DES KZ-VERBANDS:

Die Zahl über dem roten Dreieck "369" steht symbolisch für die Zeitspanne (in Wochen) zwischen der Annexion         Österreichs durch Nazideutschland (13. März 1938) und dem Beginn der Befreiung Österreichs (Überschreiten der ungarisch-österreichischen Grenze durch die Rote Armee bei Klostermarienberg im Burgenland am 28./29. März 1945).

Wunschkennzeichen werden entnazifiziert!

derstandard.at/2000009759290/Wunschkennzeichen-werden-entnazifiziert

 

Offenlegung lt. § 25 Mediengesetz:

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